Energiesparlampen und ihre Nebenwirkungen

Australien macht es vor, Deutschland will es nachmachen. Umweltminister Gabriel will es zur Not per Gesetz erwirken. Al Gore fordert es zur Rettung der Welt vor der Klimaerwärmung. Die Industrie reibt sich bereits die Hände: Glüh-birnen raus, Energiesparlampen rein.
Doch damit kommen Umwelt und Ver-braucher vom Regen in die Traufe. Das Institut für Baubiologie und Ökologie Neubeuern (IBN) warnt vor einem unbe-dachten Umgang mit den Energiesparlampen.

Die Vorteile der Energiesparlampen sind viel gepriesen: niedriger Stromverbrauch bei höherer Lichtausbeute, längere Lebensdauer, weniger Wärmeverluste. Sie sparen Energie und damit den Klimakiller Nummer eins: das Kohlen-dioxid. Doch kaum einer kennt die öko-logischen und gesundheitlichen Nachtei-le der Energiesparlampen. So ist z. B. ihre Herstellung ökologisch kritisch. Sie enthalten giftiges Quecksilber. Damit sind sie am Ende ihrer Lebensdauer Sondermüll!

Zum Klima freundlich, zur Umwelt schlecht. Wie umweltfreundlich ist eine quecksilberhaltige Lampe? Was passiert mit der Umwelt, wenn eines Tages über 100 Millionen Energiesparlampen ent-sorgt werden müssen oder gar im Haus-müll oder Glascontainer landen statt in Wertstoffhöfen?

Auch gesundheitlich sind die Energie-sparlampen nicht unkritisch, denn mit
Vorschaltgerät verursachen sie starke elektromagnetische Felder mit ausge-prägten Oberwellen, die z. B. zu Kopf-schmerzen, Depressionen und Unruhe führen können.
Ohne Vorschaltgerät flimmern sie mit einer Frequenz, die auffallend häufig bei Epileptikern zu Vorstufen eines epilepti-schen Anfalls führt. Außerdem kann ihr unnatürliches Farbspektrum depressiv machen.
Dem nicht genug, emittieren während der Brenndauer Elektronik-Platine und Kunststoffgehäuse gesundheitlich wie ökologisch bedenkliche Flammschutz-mittel.

Die Energiesparlampe allein wird das Weltklima nicht retten.
Wer Energie und damit Kohlendioxid sparen will, dem stehen viele andere, nebenwirkungsfreie Möglichkeiten offen: das Auto öfter stehen lassen, zwei Minuten kürzer duschen, Solarzellen auf dem Dach plazieren, den Schreibtisch näher ans Fenster schieben und alle heimlichen Stromverbraucher, Standby-Geräte und Ladeteile ausschalten.

Mehr zum Thema Energiesparlampen lässt sich in der Herbstausgabe 2008 der Zeitschrift für Baubiologie und Ökologie „Wohnung + Gesundheit", Heft 124 nachlesen oder unter www.baubiologie.de.

Studien belegen u. a. weiterhin:

  • mögliche Langzeitfolgen durch hormonelle und vegetative Störungen: Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Osteoporose, Krebs
  • blauhaltiges Licht stört die Melatonin-Produktion, Folgen z. B. Schlafstörungen, Brustkrebs
    Augenschäden: Makuladegeneration (AMD)
  • Energiesparlampen werden auch Quecksilberdampf-Entladungslampen ge-nannt.

Quelle: http://www.baubiologie.de/ - Rupert Schneider